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ISBN/EAN: 978-3-86854-391-9
Einband: gebundenes Buch
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Originaltitel:
The land of too much. American Abundance and the Paradox of Poverty, Harvard University Press
Auflage:
1. Auflage 2024
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
408 S.
Format (T/L/B):
3.4 x 22.1 x 14.8 cm

Hersteller:
Hamburger EditionHIS Verlagsges. mbH
verlag@hamburger-edition.de
Mittelweg 36
DE 20148 Hamburg
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Im Land des Überflusses

Reichtum und das Paradox der Armut in den USA

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Beschreibung

Mit der Laudatio von Wolfgang Knöbl zur Verleihung des Siegfried-Landshut-Preises Warum gibt es in den Vereinigten Staaten mehr Armut als in jedem anderen entwickelten Land? Wie ist es um das paradoxe Verhältnis von uferlosem Reichtum und verheerender Armut bestellt? Die amerikanische Konsumenten-Ökonomie hat ihren Ursprung nicht in Shoppingmalls oder in den Städten, so Monica Prasad, sondern in der Macht der Agrarlobbys im ausgehenden 19. Jahrhundert. Farmer hatten einen bemerkenswerten Einfluss: Sie setzten das Ende des Goldstandards durch und damit die 'Demokratisierung' des Kredits, also eine Politik des leicht verfügbaren Geldes sowie der progressiven Besteuerung. Zunächst führte das für lange Zeit zu einem explosionsartigen Wirtschaftswachstum mit permanenter Überproduktion. Seit dem New Deal werden Menschen ermutigt, Kredite aufzunehmen. Die dramatischen Konsequenzen sehen wir heute: Die progressive Besteuerung führte zu immensen Abschreibungsmöglichkeiten für Wohlhabende, während die leicht verfügbaren Kredite, auch als Kompensation für mangelnde sozialstaatliche Absicherung, Geringverdienende in die Schuldenfalle trieben. Das begünstigte die Finanzkrise von 2008 und die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich. Prasad zeigt in ihrem Buch, wie verheerend bestimmte Formen von Krediten für einen Wohlfahrtsstaat sind, und verweist in ihrer vergleichenden Studie auf die unterschiedlichen Entwicklungen in Europa und den USA.