Details
ISBN/EAN: 978-3-311-35025-5
Einband: gebundenes Buch
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Originaltitel:
The Light Room
The Light Room
Übersetzer:
Eva Bonné
Eva Bonné
Erschienen am:
16.09.2025
16.09.2025
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
240 S.
240 S.
Format (T/L/B):
2.3 x 21 x 15 cm
2.3 x 21 x 15 cm
Hersteller:
Schöffling & Co. Verlagsbuchhandlung GmbH
info@schoeffling.de
Kaiserstraße 79
DE 60329 Frankfurt am Mai
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Beschreibung
In Der helle Raum entfaltet Kate Zambreno eine literarische Meditation über das Leben als Mutter zweier kleiner Töchter, als Künstlerin und Lehrende. Sie kreist um die Frage, was es bedeutet, neues Leben und neue Kunst in eine von Prekarität und Krisen geprägte Welt zu bringen, und wie sich Erfahrung und Erinnerung in ihrer Flüchtigkeit festhalten lassen.In fragmentierter Prosa beschreibt sie die scheinbaren Kleinigkeiten des Lebens - Spaziergänge im Park, das Vergehen der Jahreszeiten, die Spiele ihrer Kinder, das sich verändernde Licht - und wie diese zu Trägern von Schönheit, Erschöpfung und Transzendenz werden können.Der helle Raum erzählt vom Versuch, kreative Arbeit und familiäre Fürsorge miteinander zu vereinen, und denkt nach über Zeit, Veränderung, Isolation und Erschöpfung, uber die Bedeutung von Routinen und Ritualen sowie die Momente, in denen Kunst und Leben ineinanderfließen.Inspiriert von Schriftsteller*innen und Kunstschaffenden wie Natalia Ginzburg, Yuko Tsushima, Bernadette Mayer und Etel Adnan ist Der helle Raum eine ehrliche Auseinandersetzung mit dieser brennenden Welt und eine entschlossene Suche nach dem Schönen darin.
Leseprobe
'Manchmal verspüre ich den Wunsch, den Kindern ein ganzes Säckchen voller Murmeln in allen Farben zu kaufen. Ich stelle mir vor, wie sehr sie sich freuen würden. Als ich genauer darüber nachdenke, wird mir klar, dass ich selbst gern so einen Beutel hätte. Ich möchte mir die winzigen, bunten Universen über die Handfläche rollen lassen. Ich würde sie in einer Schale aufbewahren, in einer Glasschüssel vielleicht, die ich natürlich verstecken müsste. Ich habe noch nie etwas gesammelt. Der Gedanke, Kinderspielzeug zu sammeln, erfüllt mich mit einem Gefühl, das der Nostalgie ähnelt, aber nichts mit Nostalgie nach meiner eigenen Kindheit zu tun hat. Es handelt sich vielmehr um eine Sehnsucht nach schlichter Schönheit. Um den Wunsch, meine Kinder vorübergehend glücklich zu machen, weil dann auch ich glücklich bin. Ich kaufe die Murmeln trotzdem nicht, weil sie bald uberall in der Wohnung verstreut wären.''Ich bemühe mich, Schönheit im Tageslicht zu finden, im blendend weißenSchnee, in der Beschaffenheit der Landschaft. Schönheit in den flüchtigen, fragmentierten Erinnerungen aus jener Zeit, die ich zu Hause mitmeinen Kindern verbrachte. Ich versuche, über dieses spezifische Winterlicht zu schreiben.'