Das kunstseidene Berlin (gebundenes Buch)

Irmgard Keuns literarische Schauplätze
ISBN/EAN: 9783947215850
Sprache: Deutsch
Umfang: 200 S., 205 Illustr.
Einband: gebundenes Buch
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Mit Romanen über junge, selbstbewusste Frauen, die in der Gesellschaft der Weimarer Republik ihren Weg suchen, machte Irmgard Keun im Berlin der Weltwirtschaftskrise Furore. Die Nationalsozialisten verboten ihre Bücher und vertrieben sie ins Exil. Heute zählt Das kunstseidene Mädchen zu den Klassikern der Berlin-Literatur. Mit großem Sprachwitz schildert der Roman die Odyssee der minderjährigen Doris durch Bars und Betten, Mietskasernen und Luxuswohnungen, Kinos und Bahnhofswartesäle. Das kunstseidene Berlin stellt erstmals alle Schauplätze mit Fotos, Adressen und Dokumenten vor. In den Blick kommen auch die Kindheitsorte Irmgard Keuns, die in Charlottenburg geboren wurde und in Wilmersdorf zur Schule ging, ehe die Familie nach Köln umzog. Erzählt wird, wie Keun 1931 in Berlin einen Verlag fand, wie sie sich 1933 in einen "nichtarischen" Charité-Arzt verliebte und versuchte, als unerwünschte Autorin im nationalsozialistischen Deutschland zu überleben. Unbekannte Briefe und Dokumente aus Archiven beleuchten ihre damalige Schreibsituation und ihre Kontakte nach Ost-Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Entdeckungsreise auf den Spuren einer herausragenden Autorin der Moderne streift das Berlin der Kaiserzeit, der Weimarer Republik, der NS-Zeit, der frühen DDR-Jahre - und verliert die Gegenwart nie aus dem Blick.
Michael Bienert, 1964 geboren, lebt als freier Autor in Berlin und leitet seit dreißig Jahren literarische Stadtspaziergänge. Er hat zahlreiche Bücher zur Berliner und Potsdamer Literatur- und Kulturgeschichte veröffentlicht, darunter Schiller in Potsdam 1804 (Frankfurter Buntbücher 39, 2. Auflage 2013), Die Entdeckung Berlins (2014), Das Kammergericht in Berlin (2. Auflage, 2018), Kästners Berlin (2014, 5. Auflage 2019), E.T.A. Hoffmanns Berlin (2015), Döblins Berlin (2017), Brechts Berlin (2018) und Das kunstseidene Mädchen (2020). Weitere Informationen zum Autor unter www.text-der-stadt.de.